Die Wochentage Montag bis Freitag sind für viele nicht annähernd so schön wie das Wochenende. Der Grund liegt auf der Hand: Die meisten müssen während dieser Tage von früh bis spät oder von spät bis früh arbeiten. Gehen danach nach Hause, kümmern sich um ihren Haushalt, den Einkauf und jegliche Kleinigkeiten, die eben anfallen, haben dann eventuell noch etwas Freizeit und gehen irgendwann ins Bett. Nicht sehr abwechslungsreich, schon gar nicht aufregend. Etwas anders verhält es sich mit dem Fashionlabel Weekday, dem neuen Schweden, der bald in der Stadt ist. Dessen Ankunft in unserer Hauptstadt wurde, nachdem es bereits Niederlassungen in Köln und Hamburg gibt, sehnlichst erwartet. Von Modebloggern, Fashion-Victims, Schwedenfans und Shoppingbegeisterten, die sich freuen, bei einer Modekette mehr einkaufen zu gehen. Die Vorfreude auf Weekday ist wohl größer, als die auf einen Montag.
Es ist eine Weile her, seitdem sich H&M als der skandinavische Textilhändler bei uns etablierte. Seitdem haben es etliche weitere Labels aus dem Norden geschafft, die Herzen der Modeliebhaber zu erobern. Ob Acne, by Malene Birger oder Monki; Skandinavische Mode ist kein Geheimtipp mehr.
Geht es jedoch um Verkaufsflächen, besteht in Berlin noch Aufholbedarf. Dachten sich auch die Leute von Weekday, so ist es am 09.07.10 endlich so weit: Der 629 qm große Store öffnet in der Friedrichstraße seine Pforten. Das Sortiment umfasst sowohl die Eigenmarke MTWTFSS als auch Store Made, Weekday Vintage, sowie Cheap Monday- das Label der berühmten Röhre mit dem charakteristischen kleinen Totenkopf. Für Abwechslung wird gesorgt ebenso für einen willkommenen frischen Wind in der eigenen Garderobe. Die verschiedenen Kollektionen mit wechselnden Modehäusern tragen ihren Teil dazu bei.
Seit Ende Mai gibt es die neue Kollektion mit den Stockholmer Kollegen von The Local Firm. Gerade mal 2008 von Richard Hutchinson und Axel Nyhage gegründet, erntete das junge Label gleich jede Menge Beifall. Ihre Inspiration holten sie sich aus der Kunst, der Architektur und dem Design der früheren Ostblock-Staaten DDR und UdSSR. Bezeichnend für The Local Firm sind die Jeans im Stil der achtziger Jahre sowie die androgynen Schnitte. Die kommende Kollektion der beiden Schweden bedient sich genau der Elemente die TLF auszeichnen. „Für diese Zusammenarbeit haben wir eine Sportkollektion designed, die zum Einen von den Trainingsanzügen der achtziger Jahre inspiriert ist und zum anderen an die olympischen Teams des früheren Ostblocks erinnert“, erklärt Hutchinson. „Die verschiedenen Grautöne, die sich durch die ganze Linie ziehen und der Teamgeist des „Gemeinsam sind wir stark“- Gedanken sind typisch für „die“ (...) Design-Philosophie"
Von der Idee Sowjetkultur in neuen Modelinien zu verwerten, kann man halten was man möchte. Auch der Einfall, sich der achtziger Jahre als Inspiration zu bedienen, ist nicht das Neueste. Trotzdem sollte es schließlich jedem frei stehen, sich wie ein Mitglied des ostdeutschen Bobteams von '84 zu kleiden, wenn einem danach ist. Schön, dass der kommunistische Geist sich dabei auch auf die Preisspanne bezieht. Diese bewegt sich zwischen 15 und 60 € und liegt damit im erschwinglichen Rahmen.
Zur Eröffnung des Weekday-Stores wartet das Permormance-Duo Trollhex mit ihrer Show, einer interessanten Mischung aus Musik, Tanz und DJing auf. Es soll bewiesen werden, dass Weekday so gar nichts mit werktäglicher Ödnis zu tun hat.
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